Rieder stellt sich vor
Die Gemeinde Rieder liegt am Nordrand des Unterharzes zwischen Ballenstedt im Osten und Gernrode im Westen, in einer Höhe von 180 m und 220 m. Sie ist mit ihren über 2000 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz.Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Rieder geht auf das Jahr 936 zurück. Das Besiedlungsgebiet waren die Sandsteinhöhlen der Klus und des Thieberges, wo seinerzeit eine Holzkirche und ein Kloster errichtet wurden. Im Laufe der Zeit wurden die neue Kirche am Pferdeteich und das Rathaus ”Altes Rathaus”, die 1993 rekonstruiert wurden, gebaut. Beide Objekte stehen auf der Zentralen Denkmalliste. Der Ort Rieder besitzt die zweitälteste Glocke in Deutschland und eines der bestgeführten Kirchenbücher, welches dem Schriftsteller Otto Gotsche als Grundlage zu seinem Roman “...und haben nur den Zorn” diente.
Durch günstige geobiologische Bedingungen kam bereits in der Renaissance der Gartenbau zu voller Blüte. Vor dem 2. Weltkrieg war Rieder das größte Blumendorf Deutschlands. Östlich von Rieder befindet sich der Schierberg mit dem Naturdenkmal “Dicker Stein”, eine Endmoräne. Dieser Höhenzug gehört zum Teufelsmauermassiv, das dem Harzgebirge vorgelagert ist.
Das Erholungsgebiet “Roseburg” bietet dem Besucher eine gut gepflegte Parkanlage, in der alljährlich die “Roseburger Sommerfesttage” stattfinden.